Behandlungen in der Augenarzt Praxis Dres. Köppe

Wir machen alles damit Sie und Ihre Familie gut sehen können!

Wenn die Augen schwächer werden - Verhütung von Sehschwächen und Erblindung im höheren Lebensalter

Die Augenärzte können durch eine frühzeitige Untersuchung und rechtzeitige Behandlung einen Sehverlust meistens aufhalten. Gutes Sehen ist nicht selbstverständlich. Beschwerden werden oft erst bemerkt, wenn die eigene Sehleistung nachlässt oder sogar Erblindung droht.

Höheres Alter = wachsende Gefahr der Verschlechterung des Sehens durch unentdeckte Augenerkrankungen

In Deutschland leben ca. 164 000 blinde und ca. 1 Million sehbehinderte Menschen. 48% der Erblindungen treten ab dem 80. Lebensjahr auf. Die Augenärzte können durch eine frühzeitige Untersuchung und rechtzeitige Behandlung einen Sehverlust meistens aufhalten. Moderne Diagnose- und Therapiemöglichkeiten ermöglichen eine erfolgreiche Behandlung.

Deshalb: Bei jeder Art von Sehverschlechterung sollte zuerst der Augenarzt aufgesucht werden, auch wenn Sie glauben, nur eine neue Brille zu benötigen. Je früher die Diagnose gestellt wird, desto besser sind die Erfolgsaussichten der Therapie.

Hauptursachen für Sehverlust „in den besten Jahren“:

  • Cataract (Grauer Star)
  • Glaukom (Grüner Star)
  • Altersabhängige Makuladegeneration (AMD)

Katarakt (Grauer Star)

Eintrübung der Augenlinse meist altersbedingt.

Weitere Ursachen:

  • senile Katarakt
  • diabetische Katarakt
  • medikamenteninduzierte Katarakt
  • traumatische Katarakt
  • komplikative Katarakt
  • angeborene Katarakt

Beschwerden:

  • Schleiersehen
  • unscharfes Bild
  • zunehmende Blendung

Normaler Seheindruck Leichter Grauer Star Ausgeprägter Grauer Star

Normaler Seheindruck - leichter Grauer Star - ausgeprägter Grauer Star

Cataract Starstecher Starbrille

Künstliche Augenlinse Entfernung der getrübten Linse und Einsetzen einer Kunststofflinse

Glaukom (Grüner Star)

Was ist das Glaukom?

Das Glaukom ist eine Erkrankung der Sehnerven. Augenkrankheiten, die mit fortschreitendem Sehnervenschwund und schleichendem Verfall des Gesichtsfeldes einhergehen. Oft, aber bei weitem nicht immer, mit einem erhöhten Augeninnendruck verbunden. Andererseits leidet nicht jeder Patient mit einem erhöhten Augeninnendruck an einem Glaukom.

Wie erkennt man das Glaukom?

Der Grüne Star ist heimtückisch und raubt das Sehvermögen wie ein Dieb. Er verläuft zunächst ohne merklichen Sehverlust, er verursacht keine Schmerzen. Erst wenn 50% des Sehnervengewebes abgestorben ist, bemerkt der Betroffene Beschwerden.

Normaler Sehnerv - Sehnerv bei Glaukom (wie "ausgehölt”)

Bei Ausfällen im Gesichtsfeld ist die bleibende Schädigung des Sehnervs schon weit fortgeschritten.

Beginnender Gesichtsfeldausfall - Schwerer Gesichtsfeldausfall

Medizinischer Dreiklang:

  • Gesichtsfeld
  • Augeninnendruck
  • Sehnerv (nicht die Sehkraft)‏

Erst wenn 2 davon auffällig sind, kann eine Diagnose gestellt werden.

Untersuchungsmöglichkeiten:

1.) Augeninnendruck

2.) Sehnerv

3.) Gesichtsfeld

Glaukomkranke in Deutschland:

  • ca. 1 Million
  • Hohe Dunkelziffer
  • jeder 20. ab 40 Jahre, jeder 13. ab 70 Jahre

Risikofaktoren:

  • Alter ab 40 Jahre
  • Familiäre Glaukombelastung in der Verwandtschaft ersten Grades
  • Höhere Kurzsichtigkeit ab minus 5 Dioptrien
  • Zugehörigkeit zur schwarzen Rasse

Entscheidend ist eine frühe Diagnose! Glaukomvorsorge ab dem 40. Lebensjahr beim Augenarzt.Nur durch eine augenärztliche Untersuchung kann ein Glaukom früh erkannt und erfolgreich therapiert werden.

Häufige Missverständnisse:

  • Glaukom ist nicht gleich „hoher Augendruck! Der Augendruck ist nur ein Risikofaktor.
  • Hoher Augendruck hat nichts mit hohem Blutdruck zu tun!

Glaukomtherapie:

  • Augentropfen (1. Wahl)
  • Lasertherapie
  • Operation

Makuladegeneration

Was ist die Makula?

Hochspezialisiertes Areal in der Netzhautmitte, wenige mm² groß.

Die Makula ist der „Ort des schärfsten Sehens“, sie ermöglicht:

  • Lesen
  • Erkennen von Gesichtern und feinen Einzelheiten
  • Unterscheiden von Farben

Die empfindliche Makula enthält zum Schutz der empfindlichen Sinneszellen (Photorezeptoren) besondere Farbstoffe, das sogenannte Makulapigment. Dieses Makulapigment wirkt wie eine „natürliche“ Sonnenbrille.

AMD:

Häufigste Ursache für erhebliche Sehminderung in den westlichen Industrienationen. Die Häufigkeit der AMD steigt mit höherem Lebensalter (in Deutschland ca. 4,5 Mio. Betroffene). Häufigster Grund für den Bezug von Blindengeld.

Welche Risikofaktoren gibt es?

  • Alter
  • Geschlecht - Frauen sind häufiger betroffen
  • Raucher - Rauchen erhöht das Risiko um das Doppelte
  • Genetische Faktoren - bei 60% der Menschen mit AMD sind ein und mehrere Familienmitglieder betroffen
  • Ernährung - Antioxidantien & Spurenelemente
  • Intensive und längere UV-Belastung
  • Hautfarbe - Menschen mit heller Haut sind häufiger betroffen
  • Kardiovaskuläre Erkrankungen - z.B. über längeren Zeitraum unbehandelter Bluthochdruck oder Gefäßerkrankungen

Wer ist betroffen?

Es handelt sich um eine degenerative Erkrankung der zweiten Lebenshälfte. In der westlichen Welt ist die AMD die häufigste Ursache für eine schwere Sehbehinderung bei Menschen über 50:

10% der über 50-jährigen
20% der über 65-jährigen
30% der über 75-jährigen
35% der über 85-jährigen

In Deutschland gibt es zur Zeit ca. 4,5 Mio. Betroffene (Anstieg bis 2020 auf etwa 6 Mio.).

Wie wirkt sich die Makuladegeneration aus?

  • Verschlechterung des zentralen Sehens
  • Gerade Linien werden verzerrt (Wellenlinien)
  • Grauer Fleck in der Bildmitte

Verzerrtes Sehen - Dunkler Fleck

  • Erkrankung der Netzhautmitte (Ort des schärfsten Sehens)
  • Sie führt zur Beeinträchtigung oder zum Verlust des schärfsten Sehens
  • Bei fortgeschrittener Krankheit sieht das Augen nur noch schemenhafte Konturen und Umrisse eines Bildes
  • Die AMD kommt als trockene und feuchte Form vor

Trockene AMD (85 - 90%)

  • Fettablagerungen
  • Pigmentepithel-Veränderungen
  • Langsame und geringere Sehminderung

Trockene Form der AMD

  • Bei ca. 85% der Patienten
  • Die Sehkraft verschlechtert sich allmählich, ausgelöst durch stoff-wechselbedingte Ablagerungen (Drusen)
  • Sehzellen sterben schrittweise ab und sorgen damit für eine langsamen Verlust der Sehkraft

Feuchte Form der Makuladegeneration:

  • Rascher Verlust der zentralen Sehkraft
  • Blutgefäße wachsen in den Bereich der Makula ein
  • Diese neuen Gefäße sind undicht! Flüssigkeit tritt in die Netzhaut aus, diese schwillt daher an
  • Die Flüssigkeit trennt die Netzhaut zunehmend von der Gefäßhaut ab und sorgt damit für eine schlechtere Nährstoffversorgung der empfindlichen Sinneszellen
  • Das auf der Netzhaut entstehende Bild wird verzerrt

Untersuchungsmethoden:

  • Sehschärfenbestimmung
  • Verzerrtsehen (Amslerkarte)
  • Augenhintergrundspiegelung
  • Fluoreszensangiographie
  • OCT

Früherkennung der AMD durch den Amslertest:

Normalbefund - Verzerrtes Sehen in der Bildmitte bei beginnender AMD - Grauer Fleck in fortgeschrittener AMD

OCT Bilder

OCT bei normaler Makula - OCT bei feuchter AMD

Zusammenfassung:

  • Die Ursachen der Erkrankung sind noch nicht eindeutig geklärt.
    Als sicher gilt aber, dass freie Sauerstoffradikale die Sinneszellen angreifen.
  • Es gibt leider bisher keine Heilung.
  • Alle Behandlungen zielen auf eine Verlaufsmilderung dieser chronischen Erkrankung ab.
  • Wichtig ist die frühe Diagnose durch den Augenarzt, um das Sehen erhalten oder sogar verbessern zu können.

Behandlungsmöglichkeiten

feuchte Form:

  • Laserbehandlung
  • OP
  • Photodynamische Therapie
  • neue Verfahren

trockene Form:

  • Spurenelemente
  • Vitamine (ARED-Studie)

Injektion ins Auge

Hilfsmittel

Lupen - Lupenbrillen / Fernrohrlupenbrillen - Bildschirmlesegerät

Wenn die Augen schwächer werden - suchen Sie Ihren Augenarzt auf!
Im besten Fall kann mit einer neuen Brille das Sehen wieder gebessert werden.

Aber:
Ernsthafte Augenerkrankungen müssen ausgeschlossen werden,
eine frühzeitige Diagnose kann meist bleibende Schäden verhindern.

Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen beim Augenarzt bedeuten Sicherheit für Ihr Sehvermögen!